Die Schafgarbe verwende ich sehr gerne und vielseitig in der Küche – die zarten Blätter im Frühling zum Verfeinern von Salaten und Aufstrichen, ins Wildkräuterpesto. Die meist weißen, jedoch auch leicht rosa vorkommenden Blüten kommen später in den Kräutersirup oder Tees und geben ihnen einen angenehmen, leicht herben Geschmack.
Das Kraut Schafgarbe hat in der Volksmedizin noch den Namen „Frauendank“. Schon seit vielen Jahrhunderten wird es von Hebammen angewendet. Angeblich soll Achilles im Trojanischen Krieg mit Schafgarbe verwundete Soldaten behandelt haben, auch die Indianer verwendeten Schafgarbe zur Heilung. Das Kraut wächst auf Wiesen und Wegrändern und enthält medizinisch wirkende Inhaltsstoffe wie hochwirksame antibiotische Substanzen, Eukalyptol für die Atemwege, Gerbstoffe für den Verdauungsapparat, Bitterstoffe zur Anregung von Galle und Leber, und Flavonoide für das Immunsystem.
Nach Absprache mit dem Arzt kann sie bei Menstruationsstörungen eingesetzt werden, heilt Entzündungen, regt den Kreislauf an, ist krampflösend bei Magen- und Darmstörungen und kann bei Blasen- und Nierenerkrankungen als Tee, Saft oder Tinktur eingenommen werden.
Darüber hinaus kommt sie oft als Beimischung in viele Husten-, Blasen- und Frauentees vor, bekämpft Gastritis, bei Schnupfen und Erkältung ist sie ein gutes Heilmittel, hilft bei Kreislaufschwäche, löst Verstopfungen, lindert die Gicht, fördert die Wundheilung und stillt Blutungen. Auch bei Stillbeschwerden wird gerne auf dieses Kraut zurückgegriffen.