Schetti's Brau- & Feinkostmanufaktur Logo
Zur ÜbersichtThe Herbal Nerd • Katrin Schett

Bärlauch

Allium ursinum

Einer der ersten Frühlingsboten in feuchten Laubwäldern. Frisch verarbeitet regt er den Stoffwechsel an und vertreibt die Frühjahrsmüdigkeit.

ReinigendHarntreibendBlutdrucksenkendAntiseptischStoffwechselanregend
Bärlauch, Maiglöckchen und Herbstzeitlose im direkten Vergleich

Vergleich zur sicheren Bestimmung: Links Bärlauch · Mitte Maiglöckchen · Rechts Herbstzeitlose

Wichtiger Hinweis & Bestimmung

Achtung vor giftigen Doppelgängern: Maiglöckchen und Herbstzeitlose! Immer Blatt für Blatt einzeln von Hand sammeln, niemals büschelweise abschneiden. Bärlauch riecht unverwechselbar nach Knoblauch.

Kräuter-Wissen von Katrin Schett

Der Bärlauch (Allium ursinum) ist einer der ersten Frühlingsboten, die wir in der Küche verarbeiten können. Zu finden ist er in feuchten, humusreichen Laub- und Auwäldern, sein knoblauchartiger Geruch ist schon von weitem erkennbar. Die Angst, ihn mit giftigen Doppelgängern zu verwechseln, kann behoben werden, indem man sich seine Blätter genauer anschaut und nur mit der Hand pflückt und nicht etwa büschelweise abschneidet und die Blätter nur im Frühling, vor Mai, sammelt.

Die Unterschiede sind groß genug, dass sie bei bedachtsamer Sammlung kaum verwechselt werden können. Die Angst ist zumeist unbegründet.

Der Bärlauch gilt als reinigend, harntreibend, blutdrucksenkend und antiseptisch – ein wahrer Alleskönner, der auch den Stoffwechsel ankurbelt und die weit verbreitete Frühlingsmüdigkeit vertreibt. Der Sage nach kommt genau daher der Name: ein Bär, der ganz verschlafen und hungrig nach seinem Winterschlaf aus seiner Höhle torkelte, findet als erste Nahrung Bärlauch und kommt nach dem Verzehr sofort wieder zu seinen „Bärenkräften“.

Außer den Blättern können auch andere Pflanzenteile verwendet werden, die Blütenknospen zum Beispiel in Essig oder Salz eingelegt als Kapern, die Blüten mit ihrem etwas feinerem Geschmack ebenfalls in Essig oder Öl eingelegt oder auch die ausgegrabenen Zwiebel. Grundsätzlich sollte der Bärlauch direkt verarbeitet und konserviert werden, beim Trocknen und Einfrieren verliert er seinen Geschmack fast vollständig.

— Aus Katrins Herbarium
Verwendung in der Küche

Kulinarischer Einsatz & Geschmack

Frisch im Bärlauch-Pesto, Kräuterbutter, Essigen oder verrieben im Natursalz. Blütenknospen eignen sich hervorragend als eingelegte Kapern.

In Schetti's Manufaktur

In unserer Feinkost verarbeiten wir frischen Bärlauch sofort nach der Ernte schonend mit reinem Natursalz.

Zur Feinkost
Praxis & Zubereitung

Rezepte & Anleitungen von Katrin

Hausgemachte Bärlauch-Tinktur

Hilft auf natürlichem Wege, den Stoffwechsel anzukurbeln, Blutdruckbeschwerden auszugleichen und Völlegefühl abzubauen.

Zutaten

  • •1 Handvoll frische Bärlauchblätter
  • •Klarer hochprozentiger Alkohol (z. B. Korn oder Wodka)
  • •1 sauberes Schraubglas & dunkle Tropfflaschen

Zubereitungsschritte

  1. 1Bärlauchblätter grob zerschneiden und in das Schraubglas füllen.
  2. 2Mit Alkohol aufgießen, sodass alle Blätter vollständig bedeckt sind.
  3. 3Mehrere Wochen an einem warmen Ort stehen lassen und regelmäßig schütteln.
  4. 4Danach abseihen und in dunkle Flaschen füllen.
Tipp von Katrin: Jeden Morgen auf nüchternen Magen einen Teelöffel einnehmen – ein bewährtes Hausmittel.

Eingelegte Bärlauch-Knospen (Kapern)

Die noch geschlossenen Knospen vor dem Aufblühen sammeln und in mildem Essigsud oder Salzlake einlegen. Schmecken pikant-knackig zur Jause.

Zutaten

  • •Geschlossene Bärlauchknospen
  • •Milder Essig oder Salzsud
  • •Kräuter nach Geschmack

Zubereitungsschritte

  1. 1Knospen waschen, trocken tupfen und in ein sauberes Glas schichten.
  2. 2Mit heißem Essigsud übergießen und fest verschließen.
  3. 3Mindestens zwei Wochen durchziehen lassen.