Etwas frische Melisse in einen Topfenaufstrich gibt eine leichte Frische und ein zitroniges Aroma. Der Geschmack wird noch intensiver, wenn man die Blätter in die Hand gibt und 1, 2 Mal drauf klatscht. So werden die ätherischen Öle noch besser herausgelöst.
Es ist die Pflanze der Leichtigkeit, der Heiterkeit: „Wer sie isst, wird gerne lachen, weil ihre Wärme die Milz angreift und das Herz dadurch freudig wird“ schreibt Hildegard von Bingen über die Melisse. Das Heilkraut war schon den Griechen und Römern bekannt, Benediktinermönche haben es zu uns über die Alpen gebracht. Inzwischen ist sie bei uns heimisch geworden, so sehr, dass sie im Garten andere Pflanzen verdrängt. Ernten kann man die Blätter vom Frühjahr bis weit in den Sommer hinein. In der Naturheilkunde ist sie eine der am meisten verwendeten Pflanzen.
Die Melisse hilft bei Einschlafschwierigkeiten, Nervosität, wenn der Magen Probleme macht, gegen Durchfall, bei Kopfschmerzen, bei Erkältungskrankheiten, bei Krämpfen. Sie ist antibakteriell und entzündungshemmend, vertreibt Pilze, Menstruationsbeschwerden und Insektenstichen. Generell ist sie eine beruhigende Pflanze.
Die Melisse heilt und pflegt mit ihren ätherischen Ölen, Citronellal, Bitterstoffen, Gerbstoffen, Harzen, Schleimstoffen, Glykosid, Saponin und Thymol.