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Zur ÜbersichtThe Herbal Nerd • Katrin Schett

Schwarzer Holunder (Holler)

Sambucus nigra

Der Holler ist einer der geschätztesten Sträucher der bäuerlichen Volksheilkunde. Seine schirmförmigen, duftenden Blütenstände eröffnen den Frühsommer, im Herbst reifen die dunkelvioletten Beeren.

Schweißtreibend & fiebersenkendSchleimlösend bei ErkältungenStärkt das ImmunsystemEntzündungshemmendAromatisch & fruchtig
Schwarzer Holunder (Sambucus nigra) Blüten in Sandl
Wichtiger Hinweis & Bestimmung

Wichtiger Hinweis: Rohe Holunderbeeren und grüne Pflanzenteile enthalten Sambunigrin und sind schwach giftig (verursachen Magenbeschwerden). Beeren vor dem Verzehr immer gut kochen!

Kräuter-Wissen von Katrin Schett

Der Schwarze Holunder – in Österreich liebevoll Holler genannt – wächst traditionell an Hauswänden, Waldrändern und Hecken. Ein alter Mühlviertler Bauernspruch besagt: 'Vor dem Holler zieh den Hut, vor dem Wacholder geh in die Knie.'

In der Kräuterheilkunde sind vor allem die Holunderblüten als schweißtreibendes Erkältungsmittel geschätzt. Ein heißer Holunderblütentee, oft kombiniert mit Lindenblüten, hilft bei beginnenden Infekten, Erkältungen und grippalen Infekten.

In der Manufakturküche von Katrin Schett (The Herbal Nerd) werden die sonnengereiften Blütendolden sorgfältig per Hand von Insekten befreit (nicht gewaschen, um den wertvollen Blütenstaub zu erhalten) und schonend mit Zitrone und Rübenzucker zu aromatischem Hollerblütensirup eingekocht.

— Aus Katrins Herbarium
Verwendung in der Küche

Kulinarischer Einsatz & Geschmack

Holunderblüten eignen sich hervorragend für Sirup, Hollersekt, Gelees oder in Ausbackteig als 'Hollerkiachl'. Die reifen Beeren ergeben traditionellen Hollerkoch, Saft oder dunklen Likör.

In Schetti's Manufaktur

Verfeinere dein Sodawasser oder Spritzwein mit handgemachtem Natursirup aus der Manufaktur Sandl.

Zur Feinkost
Praxis & Zubereitung

Rezepte & Anleitungen von Katrin

Echter Mühlviertler Hollerblütensirup

Der Klassiker für erfrischenden Holler-Spritzer und Durstlöscher an heißen Sommertagen.

Zutaten

  • •20–25 voll aufgeblühte Hollerblütendolden
  • •2 Liter Wasser
  • •2 kg Feinkristallzucker
  • •3 unbehandelte Zitronen (in Scheiben)
  • •50 g Zitronensäure

Zubereitungsschritte

  1. 1Die Blütendolden vorsichtig ausschütteln, dicke Stängel abschneiden (nicht waschen!).
  2. 2Wasser mit Zucker aufkochen, bis sich der Zucker vollständig aufgelöst hat, und abkühlen lassen.
  3. 3Zitronensäure einrühren, die Zitronenscheiben und Hollerblüten in das Zuckerwasser geben.
  4. 4Zugedeckt an einem kühlen Ort 24 bis 48 Stunden ziehen lassen, dabei gelegentlich umrühren.
  5. 5Durch ein feines Seihtuch abseihen, nochmals kurz auf ca. 80 °C erhitzen und heiß in saubere Glasflaschen abfüllen.
Tipp von Katrin: Perfekt serviert mit kaltem Sodawasser, einer Scheibe Zitrone und frischer Minze.

Wärmender Hollerblütentee bei Erkältung

Traditioneller schweißtreibender Hausapotheken-Tee für die kalte Jahreszeit.

Zutaten

  • •2 TL getrocknete Hollerblüten
  • •1 TL getrocknete Lindenblüten (optional)
  • •250 ml kochendes Wasser

Zubereitungsschritte

  1. 1Die Blüten mit kochendem Wasser übergießen.
  2. 2Zugedeckt 7 bis 10 Minuten ziehen lassen, damit die ätherischen Öle nicht verfliegen.
  3. 3Abseihen und möglichst heiß trinken.